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Jahresrückblick 2025

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr für das DRK-Rüppurr und den Ortsverein zu Ende gegangen. Die Jahresstatistik zeigt, dass trotz rückläufiger Aktiven Beteiligung an den Aktivitäten des Ortsvereines, die Einsatzstunden stabil blieben.

Durch das Wegfallen des TCR-Tennisevents im Jahr 2025 hatten wir auch mit rückläufigen Einnahmen zu kämpfen. Die steigende Miete und Nebenkosten gehen auch an uns nicht spurlos vorüber. Dennoch schafften wir es mit einem leichten Überschuss von 2000 Euro das Jahr 2025 abzuschließen. Wir versuchten durch mehr Eigenarbeit Kosten für den Betrieb der Fahrzeuge und des Materials zu reduzieren. Erhöhte Einnahmen konnten wir aber über die Blutspende für uns erreichen. Die seit zwei Jahren etablierten zwei Blutspendentermine pro Jahr, zeigen für den Ortsverein und die Bereitschaft Wirkung. Rund 200 Blutspender sahen wir an den beiden Terminen und ca. 180 Konserven konnten dort abgenommen werden. 

Über 163 Notfallhilfe Einsätze wurden durch unserer Notfallhilfe Helfer, vorwiegend Rettungssanitäter und Notfallsanitäter beantwortet. In den überwiegenden Fällen konnten wir hier Vitalfunktionen sichern und einen wertvollen Beitrag bei der Patientenversorgung leisten. Der längste Einsatz dauerte 4 Stunden, bei dem sich die Notfallhilfe darum bemühte, eine Unterkunft für einen, durch einen medizinischen Notfall, zurückgelassenen pflegebedürftigen Angehörigen zu organisieren. Das war in der besagten Nacht nicht einfach. Für solche Aufgaben hat der Rettungsdienst keine „Zeit ist hierfür auch nicht gedacht“. Hier kann eine Notfallhilfe genauso unterstützen, wie nach einem Sterbefall, bis die Kollegen vom Notfallnachsorgedienst die Betreuung der Hinterbliebenen übernehmen können. Die Notfallhilfe ist ehrenamtlich, und ihre Aufgaben gehen oftmals über die „Sicherstellung und den Erhalt von Vitalfunktionen“ hinaus. Wir sehen uns hier als Bindeglied zwischen Rettungsdienst, Sanitätsdienst / Nachbarschaftshilfe. 

Die Betreuung der hiesigen Volksläufe, und Sportveranstaltungen stehen bei uns aber mindestens ebenso hoch im Kurs, wie unsere Notfallhilfe. Jede Art von Sanitätsdienst und Unterstützung versuchen wir im Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit zu leisten. Leider mit altersbedingtem Schwund der aktiven Helfer. Relevante Dienste im Jahr 2025 waren: 

RollerDerby Rockkarollers in Daxlanden in der Rheinstrandhalle, Kaufhaussanitätsdienst für das ECE-Center in Karlsruhe, Badenmarathon, Oberwald- und Rissnertlauf, die Fastnachtsumzüge in Grötzingen, Durlach und Karlsruhe oder den EDEKA Familientag im Karlsruher Zoo.

Für Nachschub bei den Helfern, konnte unser Jugendrotkreuz in der Vergangenheit oftmals sorgen. Auch diese Gruppierung leidet unter einem Mitgliederschwund. Dennoch ist das JRK unsere Zukunft, und unsere beiden Helfer Heike und Bernd, sind unermüdlich dabei, jeden Dienstag ab 17:30 Uhr die Kinder in Erster Hilfe zu unterrichten, aber auch mit den Kindern etwas zu spielen.  Man kann sich nicht vorstellen, wieviel Arbeit das ist, den Kindern jede Woche ein Programm zu bieten. Die Kooperation mit den Schulen in unseren Ortsteilen funktioniert so weit gut.  Alle zwei Jahre sind wir an der Weiherwaldschule oder der Riedschule Rüppurr bei den Schulfesten oder im Rahmen eines Erste Hilfe Tages vor Ort. Die Übernahme und der stetige Unterricht als „Schulsanitätsbetreuer“ sind für uns, da wir alle beruflich in Vollzeit arbeiten nahezu unmöglich zwischen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr zu leisten. Wir sind aber froh, hier einen Mehrwert für die Schulen liefern zu können. Da uns unsere JRK-Jugendlichen tatkräftig auch im Dienstbetrieb wie Blutspende und auf Sanitätsdiensten begleitend unterstützten, konnten wir mit diesen einen schönen Jahresabschluss beim Bowling im Dezember verleben. 

Sie finden uns aktuell nicht nur im Internet über unsere Homepage, sondern auch auf Facebook und Insta. Auch hier bekommen wir Unterstützung aus dem Jugendbereich, welcher sich im Schneiden von Videos und kurzen Shots weiterentwickelt. Sie haben vielleicht das eine oder andere kuze Video schon gesehen. 

Die von uns genutzten ATVs mussten wir im Jahr 2025 leider offiziell außer Dienst stellen, da diese nicht mehr den Anforderungen der Hauptuntersuchungen standhielten. Aktuell sind wir dabei die Fahrzeuge abzurüsten und diese zu veräußern. Ersatzteile sind leider vom Hersteller nicht mehr zu bekommen. 

Die Konzentration der Bereitschaft liegt nun im Erhalt des Fahrzeugbestandes und der Aufgaben als örtliche DRK-Bereitschaft. Dennoch arbeiten wir in der ARGE Sanitätsdienst im Stadtkreis wie auch bei den Schnelleinsatzgruppen weiter mit. Bei einem größeren Unglück in unseren Stadtteilen wären wir aber auf Hilfe von den anderen Gliederungen angewiesen, da wir die komplette Stärke einer Schnelleinsatzgruppe so allein 24/7 nicht mehr erreichen könnten. Mitunter muss man sich auf seine Kerntätigkeiten zurückbesinnen und mal etwas kürzertreten. 

Das nächste Projekt wird sein, die beiden Einsatzfahrzeuge, unsere Mobile Unfallhilfsstelle und unseren MTW, mit digitalem Sprechfunk auszustatten. Diese Kosten schlagen mit rund 5000 Euro zu buche, dazu werden wir nochmals versuchen finanzielle Unterstützung zu bekommen. 

Weiter werden wir dieses Jahr wieder zu unserer Mitgliederversammlung einladen, um die Haushalte 2024 und 2025 abzuschließen. Die Wahl eines neuen Präsidenten steht, an da unser bisheriger Vorsitzender aus privaten Gründen zurückgetreten ist. Ebenso steht eine Änderung der Satzung, als generelle Neufassung nach Auflage des Bundesverbandes an. Wir müssen als Ortsverein eine komplett neue Satzung beschließen. Die alte ist mehr als nur in die Jahre gekommen. 

Es kommt also auch viel Arbeit im Jahr 2026 auf uns zu. Wir freuen uns auf die weitere finanzielle, aber auch tatkräftige Unterstützung durch unsere Mitglieder für das Jahr 2026.